Geronimo, ein Timber-Wolfswelpe …

Welpe Geronimo

Welpe Geronimo

… wurde am 2. Mai 2009 auf der Triple „D“ Game Farm in Montana USA geboren. Dort werden Wildtiere wie Bären, Schneeleoparden, Luchse, Füchse und natürlich auch Wölfe von Menschen aufgezogen und trainiert, z.B. auch für Einsätze bei Filmaufnahmen. Im Alter von gut zwei Wochen wurden vier Welpen aus dieser Farm, von drei verschiedenen Wölfen abstammend für die Reise nach Europa vorbereitet. Am 18. Mai 2009 kamen die vier jungen Wölfe per Flugzeug nach langem, überwachtem Flug pünktlich um 11:00 Uhr in Wien an.

Weitere zwei Wolfswelpen aus der Schweiz sollten folgen. Sie waren noch jünger.

Alle zusammen werden als Geschwistergruppe großgezogen und sollen später mit den einjährigen Wölfen ein Rudel bilden.

Die ersten Stunden in Ernstbrunn verbrachten die Kleinen im Seminarraum des Wolfsforschungszentrums. Noch am gleichen Tag siedelten die Wolfswelpen in das eigens eingerichtete, sehr großzügige Gehege im fürstlichen Park, dem ehemaligen Sommergarten mit Küchengebäude, um.

Am 21. Mai 2009 wurden die vier erwachsenen Wölfe aus Grünau in das Wolfsforschungszentrum in Ernstbrunn umgesiedelt. Das weiträumige mit historischem Mauerwerk gesäumte Gehege, mit schattigem, altem Baumbestand, großen Wurzeln und erhöhten Liegeplätzen, angrenzend an das Welpengehege, wurde sofort angenommen. Bereits am nächsten Tag konnten die Forschungsarbeiten mit den vier erwachsenen Wölfen wieder aufgenommen werden.

In dieser Phase wurden den Welpen auch passende, indianische Namen gegeben. Dass man sich für meinen Vorschlag – ich hatte mittlerweile mit Friederike Kontakt – Geronimo entschied, freute mich ganz besonders.

Seine Schwester bekam den Namen Yukon, die älteste und auch kesseste  im Jüngstenrudel den Namen Tatonga. Der vierte im Bunde wurde Nanuk getauft. Alle liegen nachts eng beieinander und suchen die Nähe des Menschen.

Der Tagesablauf der Jungtiere ist von Fütterungszeiten, Ruhephasen und Herumtollen geprägt. Das jeweils betreuende Team hat stets alle Hände voll zu tun, Langeweile kommt nie auf. Am 30. Mai 2009 vergrößerte sich das Rudel. Bea flog nach Basel und holte dort zwei männliche Welpen mit Namen Apache und Cherokee ab. Die beiden Neuen wurden zunächst aufgrund des Altersunterschiedes von der Gruppe fern gehalten. Mittlerweile sind alle sechs Wolfswelpen hier zusammen. Geronimo – so hat man mir berichtet – sucht die Nähe der Betreuer, apportiert sehr gerne, verbündet sich mit seiner Schwester und soll es faustdick hinter den Ohren haben! Spitzname “Rambo”.

 

Fotos: WSC Bildarchiv, Sonja Ferenz, Walter Vorbeck