Der Indianer: Geronimo; Gokhlayeh „ der Gähnende“

* 16. Juni 1829; + 17.Februar 1909

Der Indianer Geronimo

Der Indianer Geronimo (Bildarchiv Wikipedia)

war der Kriegshäuptling und Schamane einer Gruppe der Bedonkohe-Apachen. Sein langjähriger Widerstand gegen Truppen der USA und Mexikos machte ihn zu einem der bekanntesten Indianer Nordamerikas.

Bereits 1837 wurden sein Vater von weissen Skalpjägern umgebracht. Als 1858 mexikanische Truppen seine Mutter, seine Frau und seine drei Kinder töteten, schwor Geronimo Rache. Er  verbündete sich mit Cochise einem Häuptling der Chiricahua-Apachen. Als dieser starb, wurde er von den Stammesmitgliedern zum Kriegshäuptling gewählt, 1876 erfolgte seine Einweisung ins San- Carlosreservat. Aufgrund des spärlichen Wasser- und Nahrungsmangels starben hunderte von Apachen an Unterernährung oder Krankheiten. Geronimo litt an Sorge um sein Volk und beschloss mit den Überlebenden aus dem Reservat auszubrechen. Er führte sie in ihre eigentliche Heimat, in die Sierra-Madre-Berge.

Es folgten bewegte Jahre des Kampfes, er führte mit seiner kleinen Schar von Kriegern einen Guerillakrieg gegen die amerikanische und mexikanische Armee. Hohe Kopfgelder wurden auf die Gehetzten ausgesetzt.
Jahrelang wurden er und seine 500 Krieger von über 5000 Soldaten und hunderten Scouts unter General Crooke und General Miles vergeblich gejagt, bis er sich 1886 mit 36 verbliebenen Kriegern stellte und die nächsten drei Jahre im Gefängnis verbrachte. Danach schickte man ihn in die Verbannung, sein Weg endete in Fort Sill in Oklahoma. Dort konvertierte er 1903 zum Christentum; seine Sippe, seine Heimat  sah er nie wieder.

In bereits betagtem Alter diktierte er seine Geschichte einem Autor die allerdings erst unter Präsident Rossevelt überarbeitet veröffentlicht wurde.

1909 verstarb Geronimo. Einer Legende der Apachen zufolge sang der „letzte Freie Krieger“ auf seinem Totenlager die Worte „Ich warte auf die Wende des Schicksals” was die Indianische Nation bis heute bestärkt.

Geronimo zu General Crooke 1886. Ich möchte nun zu gerne wissen, wer es war, der den Befehl gab, mich festzunehmen und zu hängen. Ich lebte friedlich dort mit meiner Familie im Schatten der Bäume und tat genau das, was General Crooke mir geraten hatte zu tun. Ich habe oft um Frieden gebeten, aber Ärger kam immer durch die Agenten und Dolmetscher. Ich habe nie Unrecht ohne Grund getan, und wenn ihr von Unrecht redet, oder auch nur an Unrecht denkt, so tätet ihr besser daran, an das Unrecht zu denken, das ihr dem roten Manne zugefügt habt, und das tief und weit wie ein Ozean ist, durch den niemand mehr waten kann, ohne darin zu ertrinken. Mein Unrecht dagegen ist wie ein kleiner ausgetrockneter Flusslauf, den habgierige Weisse mit den Tränen meines Volkes gefüllt haben. Ich habe dieselben Weissen diese Tränen austrinken lassen, bis auf den letzten Tropfen, sodass ich wieder auf den Bach gehen kann, ohne meine Mokassins mit Unrecht zu nässen. Sagt mir, was daran unrecht ist! Ihr sagt selbst, dass ein Mensch der einen anderen tötet, getötet werden muss. Seht, wie zahlreich der rote Mann war, bevor ihr kamt und seht wie viele Menschen ihr getötet habt. So dürft ihr nach eurem eigenen Gesetzt heute hier nicht stehen, sondern müsstet alle tot sein, wenn euer Gesetzt wahrhaftig wäre.